
Anwender berichten – Koskamp
Auf dem Milchviehbetrieb Koskamp steht das Wohlbefinden der Kühe im Mittelpunkt. Deshalb arbeitet man dort mit dem FreiLebenStall, einem Stallkonzept, das vom natürlichen Verhalten der Kühe ausgeht. Anstatt die Kühe an den Stall anzupassen, wurde der Stall an die Bedürfnisse der Kühe angepasst.
12-8-2026 | 4 Min.
Freiheit für die Kuh, Komfort für den Landwirt
Auf dem Milchviehbetrieb Koskamp in Aalten dreht sich alles darum, dass die Kühe gesund und komfortabel leben und sich auf ihre eigene Art entfalten können. Als Emiel Koskamp Pläne für einen neuen Stall schmiedete, blickte er daher über den traditionellen Liegeboxenstall hinaus.
Bereits 2015 besichtigte er einen Freilaufstall. Die Idee hinter einem System, in dem Kühe mehr Raum erhalten, um ihr natürliches Verhalten auszuleben, sprach ihn sofort an. Dieser Gedanke bildete schließlich die Grundlage für die Entscheidung für den FreiLebenStall.

Wachstum hin zu einem zukunftsfähigen Unternehmen
Zusammen mit seinem Onkel und seiner Tante ging Emiel 2018 eine Partnerschaft ein. Aus einem einzigen Melkroboter wuchs der Betrieb auf zwei Melkroboter an, die auf zwei Standorte verteilt waren. Als beide Standorte gut liefen, ergab sich die Möglichkeit, über einen neuen Stall nachzudenken.
Das Ergebnis ist ein moderner FreiLebenStall, in dem 135 Milchkühe ausreichend Platz haben, um ihr natürliches Verhalten auszuleben, kombiniert mit den Vorteilen des automatischen Melkens.
Kühe haben Platz, um einfach Kühe zu sein
Was laut Emiel seit dem Umstieg auf den FreiLebenStall am meisten auffällt, ist das Verhalten der Kühe.
Die Tiere haben alle Freiheit, sich frei zu bewegen, auszuruhen und soziales Verhalten zu zeigen. Vor allem das Liegeverhalten fällt auf: Die Kühe schlafen und liegen viel mehr als zuvor.
An warmen Tagen bietet das tiefe Sandbett zudem zusätzlichen Komfort, da es kühl bleibt. Die Kühe suchen daher gerne das Liegebett auf.
Der FreiLebenStall basiert auf einem tiefen Sandbett von etwa 60 bis 70 Zentimetern. Unter dem Sand befindet sich ein Drainagesystem, durch das Urin abgeleitet und gespeichert wird. Dadurch bleiben Festmist und Urin getrennt.
Da Mist und Urin getrennt aufgefangen werden, ergeben sich neue Möglichkeiten für die Verwertung des Mists.

Saubere Kühe und ein bequemer Liegeplatz
Um das Sandbett täglich sauber zu halten, setzt der Milchviehbetrieb Koskamp den BeddingCleaner ein.
Jeden Tag wird der Mist aus dem Sand gesiebt, während der saubere Sand zurückbleibt. Dadurch bleibt der Liegebereich sauber und komfortabel für die Kühe.
Laut Emiel trägt dies sichtbar zur Hygiene im Stall bei.
„Wir reinigen den Liegebereich jeden Tag. Auf diese Weise sorgen wir auch dafür, dass die Kühe besonders sauber bleiben.“
Zudem sieht er positive Auswirkungen auf die Tiergesundheit.
„Da die Kühe auf Sand liegen, ist das Risiko von Euterproblemen geringer. Die Zellzahl ist deutlich gesunken.“
Auch im Bereich der Klauengesundheit sieht er mindestens die gleichen Ergebnisse wie in der vorherigen Situation.
FreiLebenStall und das Melken mit Melkrobotern lassen sich hervorragend miteinander kombinieren
Eine häufig gestellte Frage im Zusammenhang mit Freilaufkonzepten ist, wie sich diese mit dem Robotermelken kombinieren lassen.
Für Emiel stand das von Anfang an außer Frage. Der Betrieb arbeitete bereits seit Jahren mit Melkrobotern und wollte diese Arbeitsweise beibehalten.
„Wir haben bereits zuvor 19 Jahre lang mit Melkrobotern gearbeitet. Das wollten wir aus Gründen der Flexibilität und der Arbeitsorganisation unbedingt beibehalten.“
In der Praxis funktioniert das hervorragend.
„Das läuft eigentlich auch super.“
Die Kombination aus automatischem Melken und dem FreiLebenStall bietet seiner Meinung nach sowohl den Kühen als auch dem Landwirt viel Freiheit. Die Kühe können sich frei im Stall bewegen, während die Flexibilität des Roboter-Melkens erhalten bleibt.
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